Hospiz Regenbogenland

Am 21.04.2023 besuchte Frau Windecker mit drei Schülerinnen der Q1 das Kinder- und Jugend-Hospiz „Regenbogenland“ um dem Hospiz eine Spende in Höhe von 200 Euro zu überreichen und zum anderen, um mehr über das Hospiz zu erfahren.

Empfangen wurden die Schülerinnen und Frau Windecker von Frau Kloster, welche in der Vergangenheit selbst als Pflegerin im Hospiz tätig gewesen ist, nun aber in der Verwaltung als Projektmanagerin arbeitet und somit für die Arbeit im öffentlichen Raum zuständig ist. Nach einer kurzen Führung durch das Jugendhaus, welches seit 2017 aufgrund einer Versorgungslücke besteht, erzählte sie mehr über das Hospiz.

Das Hospiz besteht aus zwei Gebäuden, dem Kinderhaus und dem Jugendhaus. Neben den Zimmern für die Kinder ist das Hospiz unter anderem mit Familienzimmern, Abschiedszimmern, einem großen Außenbereich und einem Atrium mit Gedenkstätte ausgestattet. Des Weiteren hat das „Regenbogenland“ mehrere Therapieansätze, vor allem wenn die Kölner Klinikclowns einmal im Monat zur Clown-Therapie kommen, „zaubern sie jedem Kind ein Lächeln ins Gesicht“, berichtet Frau Kloster strahlend.

Allgemein ist das Hospiz in sehr hellen und bunten Farben eingerichtet, was insbesondere den jüngeren Kindern gefällt und ihnen ein Gefühl von Geborgenheit gibt. Aber auch die Jugendlichen fühlen sich aufgrund der größeren, eher privateren Zimmer sehr wohl. Das Konzept der Pflege basiert auf der Entlastungspflege bezüglich der Eltern und der „Eins zu Eins“-Pflege. Das bedeutet, dass je ein Pfleger für ein Kind zuständig ist. Diese Art von Pflege ermöglicht es dem Pfleger und dem Kind, eine innige Beziehung aufzubauen, was es dem Kind und den Eltern umso einfacher macht, mit der Situation umgehen zu können.

Das „Regenbogenland“ ist eins von 20 Kinderhospizen in Deutschland mit insgesamt zehn zu vergebenen Plätzen, fünf für Kinder und fünf für Jugendliche. Trotzdem können mehr Kinder im Hospiz angemeldet sein, denn anders als in einem herkömmlichen Hospiz kommen die Kinder nicht nur für ihre „finale Phase“: „Das ,Regenbogenland‘ soll nicht nur für Trauer und Tränen stehen, es soll ein schöner, fröhlicher Ort für die Kinder sein“, erklärt Frau Kloster. Viele Familien freuen sich, zwischendurch ein bis zwei Wochen im Hospiz verbringen zu können, das heißt, die Kinder sind eher wechselnd anwesend. Trotzdem werden viele Kinder dort über Jahre hinweg betreut und behandelt.

Was auch noch anders zu herkömmlichen Hospizen ist, ist, dass das „Regenbogenland“ zu mehr als fünfzig Prozent aus Spenden finanziert wird, während die meisten Hospize nur zu fünf Prozent aus Spenden finanziert werden. Spenden sind also elementar für das Hospiz. Wir als AEG wollen das „Regenbogenland“ weiterhin mit Spenden unterstützen und auf der Spende in Höhe von 200 Euro, welche von den siebten Klassen am Einstein-Tag gesammelt wurden, aufbauen.

Ayana

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