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Fachschaft Erdkunde

Herr Textor, Herr Pindur , Frau Willms, Frau Hoepfner, Herr Dr. Standt, Frau Willms (oben v.l.n.r.) Herr Spellsiek, Herr Schäfer (unten v.l.n.r.)

Erdkunde am AEG

Das Fach Erdkunde wird am AEG sowohl in der Sekundarstufe I als auch Sekundarstufe II angeboten. Aufgrund der Kooperation mit dem GBG ist es zudem möglich Erdkunde als Leistungskurs zu wählen.
Der Unterricht findet zum Großteil im Erdkunde-Fachraum des AEG statt. Dieser Raum ist medial optimal ausgestattet (Beamer, Dokumentenkamera, Atlas-Sätze diverser Atlanten, Materialschränke), so dass ein handlungsorientierter und abwechslungsreicher Unterricht durchgeführt werden kann. Neben der theoretischen Arbeit bietet das Fach Erdkunde am AEG diverse Exkursionen zu unterschiedlichen Schwerpunkten im Realraum an, um Wissen zu vernetzen und die theoretischen Grundlagen in der Realität zu prüfen und zu hinterfragen. Ziele waren in den letzten Jahren u.a. verschiedene Bauernhöfe (Thema Landwirtschaft in Klasse 5), die Kläranlage am Nordkanal (Thema Wasser in Klasse 5), das Ruhrgebiet (Strukturwandel), Köln und Düsseldorf (Thema Stadtgeographie, d.h. historische und funktionale Gliederung, Gentrifizierung, Großwohnsiedlungen, Stadtmodelle, … in der SEK II).

Zudem haben Schülerinnen und Schüler im Alter von 10 bis 16 Jahren jedes Jahr die Gelegenheit ihr Fachwissen beim Wettbewerb  Diercke-Wissen unter Beweis zu stellen.

Das Schulprojekt Maher in Indien lernen unsere Schüler frühzeitig auch im Erdkunde-Unterricht kennen.
Projekte im Sinne der Nachhaltigkeit sind uns wichtig, so dass nach Möglichkeit an aktuelle Ereignisse weltweit im Unterricht angeknüpft wird. So gab es beispielsweise eine sehr erfolgreiche Spendenaktion der Klasse 5b nach dem Erdbeben in Nepal 2015.

An der Schule eingeführtes Lehrwerk: TERRA aus dem Klett-Verlag und der Haack Weltatlas.

Diercke WISSEN 2017

Anna hat an Deutschlands größtem Geographiewettbewerb für Schüler und Schülerinnen teilgenommen und zum zweiten Mal in Folge den Sieg auf Schulebene am AEG erlangt.
Auch in diesem Jahr haben wieder über 300 Schülerinnen und Schüler des AEG am Diercke-Wissen-Wettbewerb teilgenommen. Zunächst wurden auf Klassenebene die Klassensieger jeder Klasse ermittelt (siehe Foto). Teilweise haben erst die Stichfragen über den 1. Platz entschieden. In einer spannenden 2. Runde konnte sich hauchdünn Anna (Klasse 8) gegen ihre Mitschülerinnen und Mitschüler durchsetzen und qualifizierte sich somit für den Landesentscheid Ende März in Nordrhein-Westfalen als Schulsiegerin des AEG.
In der 16. Runde des größten deutschen Geographiewettbewerbs für Schülerinnen und Schüler haben insgesamt in Nordrhein-Westfalen über 40.000 Schülerinnen und Schüler am Wettbewerb teilgenommen. Anna hat dabei einen tollen 72. Platz belegt und gehört somit zu den Top 100 in NRW.
In den Jahrgangsstufen 5 und 6 hat sich Samuel (Klasse 6) wie schon im Jahr zuvor den Sieg auf Schulebene gesichert. Herzlichen Glückwunsch an euch beiden.
Bedanken möchten wir uns auf diesem Weg recht herzlich beim Förderverein des AEG, welcher die Sachpreise für Anna und Samuel übernommen hat. Vielen Dank.


Für die Fachschaft Erdkunde: M. Spellsiek

Ein Teil der diesjährigen Klassensieger (von links nach rechts):
Philipp, Philipp, Maximilian, Simon, Philipp, Lisa-Sophie, Roland, Juri und Thalia

Umweltprojekt in Eckernförde 2017

Wir, sechs Schülerinnen der Jahrgangsstufe Q2, sind im Zeitraum vom 14.09.2017 bis zum 16.09.2017 gemeinsam mit Herrn Spellsiek für ein Umweltprojekt nach Eckernförde an die Ostsee gefahren. Ursprünglich war geplant, am internationalen„Coastal Cleanup-Day“ teilzunehmen.

Da der Müll in unseren Meeren enorme Massen annimmt und die sogenannten Makro-Mikro-Plastikpartikel durch die Meeresbewohner in unsere Nahrungskette aufgenommen werden, stellt die Meeresverschmutzung eine große Gefahr für uns und die Umwelt dar. Ein Großteil der Bevölkerung, insbesondere reichere Länder, verbrauchen täglich Massen an Plastik, welche dann ins Meer gelangen und dort das Ökosystem zerstören. Der „Coastal Cleanup-Day“ befasst sich mit dem Müll, der an den Strand gespült wird. Durch mehrere freiwillige Schülerinnen und Schüler wird der Plastikmüll in Eckernförde systematisch gesammelt, sortiert und dokumentiert. Ins Leben gerufen und weltweit jährlich durchgeführt wird dieser Tag von der US-Organisation „Ocean Conservancy". Die Ergebnisse werden an die Mitarbeiter des „Ocean Conservancy“ in Washington weitergegeben und international mit allen beteiligten Ländern ausgewertet.

Zwei Tage vor unserer Ankunft wütete jedoch der Sturm „Sebastian“ unter Anderem in der Bucht vor Eckernförde. Das Meerwasser wurde gegen die Steilküsten der Eckernförder Bucht gedrängt und somit geriet der für die Fische überlebensnotwendige Sauerstoffgehalt in tiefere Meeresschichten. Dies führte zu einem Massensterben der Meeresbewohner und aus diesem Grund konnte der „Coastal Cleanup-Day“ leider nicht stattfinden, da der Strand mit toten Fischen übersät war.

Ein alternatives Programm musste her!
Glücklicherweise fand genau in der Woche, in dem der ,,Coastal Cleanup-Day“ stattfinden sollte, auch das ,,Green Screen Naturfilmfestival“ in Eckernförde statt. Dieses hat sich seit 2007 zum größten Naturfilmfestival in Deutschland entwickelt. Im Jahre 2017 sahen mehr als 18.000 Besucher knapp einhundert spektakuläre Filme um das Thema Natur und Umwelt und trafen auf wichtige Vertreter aus Wirtschaft und Politik und eine Vielzahl internationaler Filmemacher sowie Produzenten. Von Herrn Borgmann, der uns bereits vor unserem Ausflug mit Informationen versorgt hatte und auch für die Organisation des ,,Coastal-Cleanup-Days“ und des Naturfilmfestivals verantwortlich war, bekamen wir somit die Nachricht, dass wir wegen unseres Engagements in Sachen Umwelt, Karten für zwei Filme des Filmfestivals bekommen würden, genauso wie eine auf uns zugeschnittene Führung durch die Stadt. Denn natürlich sollte die ganze Reise den Umweltschutz und das Schützen der Meere im Fokus haben, was sich in den Tagen auch glücklicher Weise erfüllt hat.

Als wir am Donnerstag dem 14.09.2017 nach knapp sieben Stunden Bahn fahren, endlich am Hauptbahnhof von Eckernförde ankamen, suchten wir zunächst unseren Campingplatz ca. 10 km von Eckernförde entfernt direkt an der Schlei auf und bezogen unsere Zelte. Da wir wussten, das wir am nächsten Morgen früh aufstehen mussten um uns mit Herrn Borgmann zu treffen, gingen alle relativ früh ins Bett, beziehungsweise schlüpften in ihre Schlafsäcke. Freitag morgens ging es dann auch endlich los, nach unserem Frühstück am Strand zeigte und erklärte uns Herr Borgmann die Umsetzung des Zusammenspiels von Ökologie, Ökonomie und Sozialem innerhalb der schönen und kleinen Stadt Eckernförde, die in den letzten Jahren immer mehr Touristen anlockte. Hierbei wurde uns auch klar, dass sehr auf den Umweltschutz und die Ökologie der Umgebung geachtet wurde; Alle Strände, Parks und Einkaufsstraßen waren durchdacht angelegt und Müll war kaum zu finden, anders als in anderen Urlaubsstädten in Europa.

Nach der sehr interessanten Stadtführung, wurde es nun aber Zeit sich dem Green Screen Naturfilmfestival zu widmen und uns unseren ersten Film anzugucken. Wir entschieden uns für einen Film über Wale sowie über die Gefährdung der Schweinswale und Pottwale durch den Menschen und die Fischerei. Hier wurde uns noch einmal vor Augen geführt, wie sehr sich Handlungen selbst von uns, auf die Meere auswirken und Lebewesen gefährden können.

Nachdem wir nun die Fischerei und das Meer in dem Film gesehen hatten, wollten wir so etwas auch hautnah erleben. Hierfür bot sich Eckernförde und sein Hafen natürlich perfekt an, sodass wir am nächsten Morgen mit einem Fischkutter, welcher selbstverständlich fisch-freundlich die Fische fängt und nicht mit meeresschädigenden Methoden, mitfuhren. Außer ein paar Flundern und Seesternen, sowie Krebsen fingen wir nichts, jedoch war es eine sehr schöne Erfahrung und wir lernten durch den erfahrenen Fischer viel über die Methoden des Fischens, die Fische selber und die Bedeutung von alledem in Eckernförde.

Nach dieser kleinen Bootstour folgte auch schon der zweite Film, den wir uns angucken wollten, mit dem Titel: ,,Wilde Ostsee- Von Dänemark bis Lettland“. Hierbei wurden vor allem die Tiere die an oder in der Ostsee leben mit phänomenalen Aufnahmen gezeigt. Auch durch diesen Film lernten wir viel über die Nachhaltigkeit und das Schützen der Lebensräume dieser wunderschönen Tiere, genauso wie in einem Gespräch mit Mitarbeitern von WWF und Greenpeace, mit denen wir uns nach dem Film unterhielten. Danach traten wir trauriger Weise auch schon unsere Heimfahrt nach Kaarst mit der Bahn an.

Insgesamt war der Ausflug, trotz einiger Startschwierigkeiten, ein voller Erfolg. Wir lernten viel über das Meer und die Umwelt und haben nun auch für uns selbst mehr als je zuvor das Ziel, ein nachhaltiges Leben zu führen. Nicht nur zum Schutz von bedrohten Lebensräumen und den Tieren, die in ihnen leben, sondern auch zum Schutz von uns selbst. Wir, als Schülergruppe, hoffen, das sich in den nächsten Jahren am AEG auch weitere Schülerinnen und Schüler für dieses sehr wichtige Thema begeistern lassen und haben den Plan, das solch eine Reise auch mit weiteren Jahrgängen durchgeführt werden kann.

Abschließend möchten wir uns noch ganz herzlich beim Förderverein des AEG bedanken, die das Projekt finanziell unterstützt haben.


Paula H., Mirjam B., Paula S., Nele D., Jihen D., Johanna S. und Herr Spellsiek

 

Albert Einstein Gymnasium Kaarst © 2017